Perini Kälte- und Klimatechnik

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Änderungen bzgl. der Führung des Anlagenlogbuchs seit 2015

Hinweise zu Änderungen bei der Führung des Anlagenlogbuchs und bei der Dichtheitsprüfung gemäß der neuen F‐Gase Verordnung (EU) 517‐2014

Änderungen in Bezug auf die Dichtheitsprüfungen
In der neuen F‐Gase Verordnung gilt nicht mehr die Kältemittelfüllmenge der Anlage in kg als Maßstab für die Anzahl der auszuführenden Dichtheitsprüfungen, sondern das CO2 Äquivalent des enthaltenen Kältemittels.
Für Anlagen mit einer Kältemittelfüllmenge mit einem CO2 Äquivalent von 5t, oder mehr, sind Dichtheits‐Prüfungen durchzuführen.
Abweichend davon sind Anlagen mit Füllmenge unter 3 kg (6 kg hermetische Systeme) bis zum 31.12.2016
von der Prüfpflicht ausgenommen. Ab dem 01.01.2017 gilt dann dort auch die Regelung gemäß CO2
Äquivalent. Die neuen Grenzwerte für die Bestimmung der auszuführenden Dichtheitsprüfungen sind wie folgt:

Erforderlicher Prüfintervall
alle 12 Monate Kältemittelfüllung mit 5t bis 50t
alle 6 Monate Kältemittelfüllung mit CO2 Äquivalent 50t bis 500t
alle 3 Monate Kältemittelfüllung mit CO2 Äquivalent 500t und größer

mit Leckage‐Erkennungssystem verdoppeln sich die Prüfintervalle
alle 24 Monate Kältemittelfüllung mit CO2 Äquivalent 5t bis 50t
alle 12 Monate Kältemittelfüllung mit CO2 Äquivalent 50t bis 500t
alle 6 Monate Kältemittelfüllung mit CO2 Äquivalent 500t und größer

Allerdings ist auch das Vorhandensein eines Leckage‐Erkennungssystem für Anlagen mit CO2 Äquivalent 500t und größer obligatorisch.
Die Prüffrist für das Leckage‐Erkennungssystem beträgt mindestens alle 12 Monate!
Durch diese Umstellung muss für alle Anlagen anhand der Anlagenfüllmenge und des GWP Wertes des darin enthaltenen Kältemittels der entsprechende CO2 Äquivalent ermittelt und im Anlagenlogbuch entsprechend
dokumentiert werden.

Bei Vorhandensein eines Kältemittels mit hohem GWP verschiebt sich dadurch oft die Klassifizierung und die benötigten Prüfintervalle.
Beispiel:
Anlage mit 20 kg R404A Füllung
Bisher Einordnung alle 12 Monate (3 – 30 kg Füllmenge)
Berechnung CO2 Äquivalent:                                     20 kg x GWP 3780 (GWP Tabelle zum DOWNLOADS)                (gemäß EN 378 ‐1 Tabelle E2) = 75,6 t
Neue Einordnung 50t – 500t alle 6 Monate zu prüfen

Ausführung der Dichtheitsprüfung bis auf weiteres gemäß Verordnung (EG) Nr. 1516/2007 und der Chemikalien‐Klimaschutzverordnung. Hier kann es eventuell noch zu Anpassungen kommen.

Für Kälte‐Klimaanlagen mit einem CO2 Äquivalent von 5t oder größer ist ein Anlagenlogbuch zu führen. Die Aufzeichnungen sind mindestens 5 Jahre aufzubewahren und den Behörden auf Verlangen
auszuhändigen.
Neu: Ein Exemplar ist beim Betreiber an der Anlage aufzubewahren, eine Kopie ist bei dem betreuenden Kälte‐Klima Fachbetrieb aufzubewahren. Es müssen also pro Anlage zwei Logbücher geführt werden!
Der für die Anlage berechnete CO2 Äquivalent muss eingetragen werden und entsprechend der benötigte Prüfintervall festgelegt werden.

Die Zeiten von R22 sind endgültig vorbei.



Seit 01. Januar 2015 darf kein R22 mehr verwendet werden. Reparaturen,
Nachfüllen etc. sind nicht mehr möglich.

Hinweise zum Nachfüllverbot von R22 und anderen HFCKW ab dem 01.01.2015
Der Einsatz von teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen als Neuware
ist ja seit dem 01.01.2012 zu Service‐ und Wartungszwecken verboten, ein
Handling an den Anlagen ohne Kältemittelnachfüllung bzw. die Verwendung von zertifizierter Recycling Ware war aber bisher möglich. Ab dem 01.01.2015 tritt
nun die nächste Stufe der Verordnung (EG) 1005/2009 in Kraft, die auch diese
Optionen untersagt. Diese Restriktionen sollten dann endgültig für viele alte Bestandsanlagen das Aus bedeuten. Durch die Untersagung von Servicetätigkeiten
wird selbst der Betrieb einer dichten Anlage sehr problematisch. Bei der Planung
von eventuellen Anlagenumstellungen auf ein Ersatzkältemittel ist in Betracht zu
ziehen, dass zwei der Stoffe ein relativ hohes GWP haben, welches ab dem
01.01.2020 erneut das Serviceverbot aus der neuen F‐Gase Verordnung
(EG) 517/2014 für Anlagen mit einem Kältemittel mit GWP größer 2500 auf den
 Plan ruft. Deshalb ist hier oft die komplette Erneuerung der Anlage die bessere
Option.

Hier der offizielle Text des Umweltbundesamts zu der Thematik Nachfüllverbot für
 R22 und andere HFCKW ab dem 01.01.2015
Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass nach der
Verordnung (EG) 1005/2009 ab dem 01.01.2015 ein Verwendungsverbot für alle teilhalogenierten ozonabbauenden Kältemittel (HFCKW), auch für aufgearbeitete Kältemittel, in Kraft tritt. Dies betrifft auch den HFCKW R22 sowie Mischungen,
die diesen enthalten. Für vollhalogenierte Kältemittel, wie R12 und R11 gilt dieses
Verbot schon seit längerem. Das Verwendungsverbot umfasst dabei alle
Instandhaltungs‐ und Wartungsarbeiten, bei denen in den Kältekreislauf
eingegriffen werden muss. Für alle nachfolgend genannten Tätigkeiten ist
zumindest eine Teilevakuierung der Anlage oder das Bedienen eines Ventils per
Hand notwendig, daher sind diese Tätigkeiten nach dem 01.01.2015 nicht mehr
zulässig: Filtertrocknerwechsel. Ölwechsel. Reparatur von Undichtheiten und der Weiterbetrieb der Anlage ohne Nachfüllen. Druckmessungen mit mobilen
Manometern mittels Schlauchleitung über Schraderventile. Diese Auslegung
entspricht einem Beschluss der Bund/Länder‐Arbeitsgemeinschaft
 Chemikaliensicherheit – Ausschuss „Fachfragen und Vollzug“ vom 09.07.2014.
Quelle: Umweltbundesamt/Themen/Wirtschaft‐Konsum/Produkte/
Fluorierte‐Treibhausgasefckw/ Rechtliche‐Regelungen

Auflistung von gängien Ersatzstoffen für R22 Anlagen
R422D (MO29) GWP 2729
R417A (MO59) GWP 2346
R422A (MO79) GWP 3143


Weitere Details auf Anfrage unter:

[> info@Perini-Kaelte-Klimatechnik.de

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